Auswirkungen der Futterumstellung

Die Folgen der Umstellung vom billigen zum teureren Futter

Nachdem ich im letzten Artikel davon geschrieben habe, worin der Unterschied zwischen billigem und (sehr) teurem Hundefutter liegt, möchte ich heute mal meine Erfahrungen mit der Umstellung schildern.

Denn auch wenn ich es ungern zugebe, bis ich vor zwei Jahren mit dem neuen Futter – bzw. dessen Hersteller in Kontakt gekommen bin, habe ich mir zwar hin und wieder durchaus Gedanken über das Futter gemacht, aber wirklich grundlegende nicht. Ich habe zwar geahnt, das die Pampe in der Dose zum einen nicht wirklich gesund sein und zum zweiten die Hunde nicht richtig satt machen kann, aber das war’s dann auch schon.

Vor allem aus finanziellen Gründen – wie ich mir eingeredet habe

Rasko fängt plötzlich an ausgiebig zu schnüffeln…

Wir haben also bis Rasko 10 und Rica 6 Jahre alt waren, das billige Futter gefüttert, mit dem ich das jetzige Futter von REICO im letzten Artikel verglichen habe.

Am auffälligsten waren die Entwicklungen bei Rasko.

Eine Veränderung betraf sein Fell. Es wurde glänzender und wesentlich weicher. Eine weitere Wandlung stellte ich erst im Laufe der Zeit fest. Denn obwohl eigentlich augenscheinlich, fiel sie mir zunächst nicht weiter auf.

Denn Rasko fing beim Gassi gehen mit einem Mal an, mit der Nase direkt über den Erdboden zu wandern. Das hatte er so vorher nicht gemacht. An Blumen und Gräsern schnüffeln? Selten bis gar nicht. Aber so cirka ein halbes Jahr nach der Umstellung ging es los, das die Spaziergänge plötzlich länger dauerten als bisher.

Wenn man sich einmal überlegt, was alles an Chemie in dem billigeren Hundefutter steckt, damit die Hunde es überhaupt anrühren und es nicht so schnell schlecht wird, ist das eigentlich kein Wunder. Denn diese Chemie muss ja irgendwo bleiben. Und zumindest bei Rasko muss das Gift auch auf den Geruchssinn geschlagen haben.

Positiv machte sich das neue Hundefutter auch beim Ungezieferbefall von Rasko bemerkbar. Hatte er vorher mit dem billigen ‚Fraß‘ reichlich mit Zeckenbefall zu tun, haben wir damit heute wenige bis keine Probleme.

Und auch dafür gibt es eine logische Erklärung. Genau wie ein gesunder Mensch weniger mit Krankheiten zu tun hat, weil die Abwehr robuster ist wie bei einem Menschen der nicht gesund ist, so verhält es sich auch mit den Hunden und Katzen.

…und hat weniger mit Ungezieferbefall zu kämpfen

Das Ungeziefer spürt aufgrund der Ausdünstungen (=Gerüche) des Tieres, ob der mögliche Wirt krank ist und somit eine instabile Abwehr hat, oder ob die Körperabwehr des Tieres funktioniert. Und bei einem einigermaßen Gesunden Tier hat Schädlingsbefall keine großartige Chance.

Wie erwähnt: Auch wenn so eine Monatsration Feuchtfutter für die beiden Racker etwas mehr als 80 € kostet, würde ich heute nicht (mehr) auf die billigen Produkte umsteigen. Nicht eingerechnet ist hier das TroFu, das alle anderthalb Monate mit ungefähr dem gleichen Preis zu Buche schlägt.

Es ist schön zu sehen, das Rasko mit zwölf Jahren noch so mobil und fit ist. Mit dem billigeren Futter wäre er es sicher nicht. Denn nicht umsonst hat sich die Lebenserwartung der Hunde in den letzten 20 Jahren halbiert. Wurde ein Hund 1990 noch fast an die 20 Jahre alt, kann der Besitzer sich heute freuen, wenn sein treuer Vierbeiner zweistellig wird. Die menschlichen Zivilisationskrankheiten haben mittlerweile schließlich auch unsere Fellknäuel erreicht.

Marcus
Über Marcus 24 Artikel
Seit über 20 Jahren begleiten mich Hunde. Zeit, Ihnen ein kleines Denkmal zu setzen und über das zu schreiben, was ich mit Ihnen erlebe. Wer mehr über mich wissen möchte, der findet mich u. a. auch auf google+

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