Raskos plötzliche negative Veränderung

Er ist zur absoluten Nervensäge mutiert

Rasko geb. 2002 - gest. 9. August 2016

Zugegeben, völlig ’normal‘ war Rasko seit wir ihn haben noch nie.

Doch wir sind im Großen und Ganz immer gut miteinander klar gekommen. Und wenn er nicht auf den Rest der Familie gehört hat, dann wusste er spätestens was Sache ist, wenn ich ihm was erzählt habe.

Doch seit kurzem dringe selbst ich anscheinend nicht mehr zu ihm durch.

Er latscht ständig durch die Gegend, lehnt sich bei uns an den Beinen an und bliebe so am liebsten den Rest Tages stehen.

Nachts ist es fast genau das selbe! Blieb er bis vor wenigen Wochen nachts beim zweiten Frauchen vor dem Bett liegen, ist er jetzt ständig auf der Wanderschaft. Der Rest der Familie muss schon nachts die Türen von den jeweiligen Schlafräumen zu machen, um überhaupt einigermaßen Ruhe zu haben.

Heute stand er vermutlich die hälfte der Nacht in der Dusche und hat dabei Waschtisch- und Duschvorlage zusammengeräumt. Selbst als ich sie zwischendurch übereinander gelegt hatte. Gerade eben lief er hier unter meinem Tisch durch und ist gegen die Kabel vom PC und Monitor gekommen. Panisch wie er bei so etwas ‚ungeplantem‘ wird, hätte er letzteren hier fast vom Tisch geräumt

Sagen wir ihm, das er raus gehen soll, überhört er das geflissentlich. Oder er steht nach 30 Sekunden wieder in der Tür.

Mir und uns ist klar, das der Junge nicht jünger wird. Mit 13 (Hunde)Jahren würde man wohl auch als Mensch wundersam werden. Doch selbst mir, der ich mich eigentlich für geduldig halte, reißt bei seinem Verhalten der Geduldsfaden.

Nach der eben erwähnten Geschichte habe ich glatt angeschrien.

Habt ihr eine Vermutung, woran das liegen kann? Eine gewisse Ahnung – hinsichtlich des Vergleichs zum Menschen – hab ich ja.

Habt ihr bei Euren Senioren so eine plötzliche Änderung im Verhalten auch erlebt? Und war das quasi so etwas wie eine Vorstufe für den möglicherweise kurz bevorstehenden Abschied?

Bei unserem Tolli hatten wir weder solch eine gravierende Verhaltensänderung noch überhaupt eine festgestellt.

Marcus
Über Marcus 24 Artikel
Seit über 20 Jahren begleiten mich Hunde. Zeit, Ihnen ein kleines Denkmal zu setzen und über das zu schreiben, was ich mit Ihnen erlebe. Wer mehr über mich wissen möchte, der findet mich u. a. auch auf google+

7 Kommentare

  1. Hallo Marcus,
    so eine krasse Veränderung habe ich bei meinen beiden Senioren nicht gehabt. Aber so wie du das schilderst, würde ich mal testen ob er nicht Probleme mit dem Sehen und Hören hat. Vielleicht auch mal Rat beim Tierarzt holen. Mir erscheint dein Rasko extrem unsicher, deshalb sucht er wahrscheinlich auch dauernd eure Nähe.
    Wünsche dir und Rasko viel Glück
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina!

      Danke auch Dir für Deine Meinung.

      Wie ich schon Sylvi geantwortet habe: er hatte mal wieder ordentlich Dreck in den Ohren – zumindest auf einer Seite. Das hab ich jetzt erst einmal soweit entfernt. Muss das die Tage noch mal wiederholen.

      Allerdings scheint sich die Schwere der ‚Verhaltensstörung‘ etwas gelegt zu haben. Heute Abend ist er weitaus weniger ’nervig‘ als die Tage zuvor.

  2. Hallo Marcus,

    ich gebe zu, Hunde und Katzen sind sehr unterschiedlich. Aber unsere Katze Julia wurde im Alter plötzlich sehr anhänglich, lief anfangs unkontrolliert, anschließend an der Wand entlang durch die Räume.
    Dann suchte sie ständig meine Nähe … stiefelte am Abend, während ich auf der Couch am Notebook saß, ca. 20-30 über meine Beine hinweg, bis sie sich endlich mal niederließ. Sehr nervig.
    Nachts hat sie an der Treppe so lange gejammert, bis ich sie zu mir ins Bett getragen habe.
    Ich denke, dass alte Tiere ganz viel Zuwendung, Steicheleinheiten und menschliche Nähe brauchen, weil sie immer unsicherer werden.

    Julia hatte eine Zeit lang Diabetes, der aber verging. Dann erblindete sie allmählich und das Klackern ihrer Lieblingsdrops nahm sie auch irgendwann akustisch nicht mehr wahr. Und je weniger sie sah und hörte, desto hilfloser wirkte sie.
    Wie Du Rasko beschrieben hast, stimme ich Ann-Bettina zu. Vielleicht hört er einfach nicht mehr gut. Hast Du Dir seine Augen mal genauer geschaut? Sind sie trüber als sonst?

    Dieser ganze Wandel vollzog sich ca. über ein halbes Jahr, bis sie dann leider mit 18 Jahren eingeschläfert werden musste, weil ihr Körper und die Organe nicht mehr so wollten

    Ich möchte Dir keine Angst einjagen, aber auf jeden Fall würde ich mit ihm zum Arzt fahren, um sicher zu gehen, dass es sich um ganz normale Alterserscheinungen handelt, mit denen er womöglich aber noch ganz alt werden kann.

    Lieben Gruß und ich wünsche, ihr verbringt noch viele Jahre miteinander.
    Sylvi

    • Hallo Sylvi!

      Danke für Deine Meinung!

      Rasko hat in der Tat öfter Dreck in den Ohren, und dieses Mal war es wieder besonders schlimm. Wir haben eine Reinigungsflüssigkeit, mit der wir die Ohren säubern können. Hören kann er trotzdem noch (ganz) gut. Auf Gekläffe von den Nachbargrundstücken reagiert er ohne Verzögerung.

      Die Augen sind eigentlich soweit klar. Eine Trübung ist jedenfalls für uns nicht festzustellen.

  3. Hallo Marcus, mit Baikal, 14 Jahre, geht es mir ähnlich…..
    Er ist recht „tüddelig“ geworden, findet nachts die Wassernäpfe nicht, rempelt dann an Wände und Türen, braucht dann meine Hilfe….es ist wie bei alten Menschen eine Form von Demenz….. Auch das „An-Mir-Kleben“ ist ihm immens wichtig, rührt eben aus seiner Unsicherheit, denn seine Wahrnehmung hat sich verändert…..Er hört und sieht aber noch ziemlich gut…..
    Also, ich meine, dass gehört mit zu den Alterserscheinungen unserer Hundefreunde….
    Hat sich denn evtl. in eurem häuslichem Ablauf oder Umfeld etwas verändert, so dass Rasko mit Verlustängsten und dann eben mit Kontrollverhalten reagiert ?
    Doch auch finde ich, dass Hör- und Sehsinn bei ihm getestet werden sollten.
    Alles Gute euch !!

    • Hallo Karolin!

      Danke für Deinen Kommentar!

      Naja, viel geändert hat sich momentan eigentlich nicht. Ich arbeite ja schon seit einem halben Jahr wieder – solange spielt Rasko aber noch nicht verrückt.

      Andererseits war meine Schwester jetzt Krankheitsbedingt längere Zeit zu Hause, und – das stellte sich jetzt raus, nachdem Du mögliche Veränderungen angesprochen hast – arbeitet seit Anfang letzter Woche wieder. Und das scheint ihn aus der Bahn gekegelt zu haben. Denn wir haben gerade festgestellt, das es just zu dem Zeitpunkt losging, mit seinem ‚Terror‘.

      Gruß und schön von Dir zu hören

      Marcus

  4. Leider müsste ich meinen Senioren Hund nach 14, 5 Jahre einschläfern lassen nachdem er einen epileptischen Anfall hätte (Staticus Epilepticus)welche durch (vermutlich) einen Hirntumor ausgelöst wurde, bis zum ende ist er die Hunde runde mitgekommen und hat auch noch mit 14,5 Jahren fröhlich mit einen Ball gespielt, eigensinniger ist er die letzten Jahren schon geworden, was mich tierisch genervt hat, der Hund leider nichts für könnte ist das er die letze 2 Monate während er am schlafen war, seinen Kot abgesetzt hat, nach herein gesehen glaube ich aber das dieses auch durch den Tumor verursacht wurde.

    Ich persönlich würde beim TA einen Blut test machen lassen, gibt es extra für den Senioren Hund kostet ungefähr 60 euro, bekommen tut man die Leber und Nierenwerte.

    Desweiteren könntest du z.B Canicox geben, Canicox GR ist ein Produkt, das speziell für den Nährstoffbedarf älterer Hunde entwickelt wurde und wirkt nachhaltig auf 3 wichtige Bereiche: für den Gelenkstoffwechsel (Chondroitinsulfat und Ingwer), für Gedächtnis und Hirnfunktion (Extrakte aus Ginkgo und Bacopa) und für Herz- und Skelettmuskulatur (Weißdornextrakt, Knoblauch und L-Carnitin)

    Beim täglichen Handling ist es wichtig bestehenden Ritualen beizubehalten, auch einen Senioren Hund braucht seinen eigenen Decke oder Platz wo er sich zurück ziehen-, und zur Rühe kommen kann.

    Grade beim Senioren Hund lässt man einiges durchgehen weil man sich schon so lange kennt, blöderweise sind Hunde soziale Tiere die in einen Linear hierarchisch sozialen Verband leben, da gibt es nur oben oder unter mir, auf gleich Augenhöhe gibt es in einen Rudel nicht, das wurde einen kompetenten Alpha Tier nicht mitmachen, durch Regeln und setzen von Grenzen zeigt man seinen Hund das man einen kompetenten Chef ist und vermittelt seinen Hund dadurch ein sicheres Gefühl, auf Cheffe könnte der sich schliesslich schon immer verlassen 🙂

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*