Exkremente in den Ohren

Raskos Ohren völlig verdreckt

Groß wie ein Fingernagel war der Dreck zum Teil, den unser Rasko nun mal wieder in den Ohren hatte. Nicht zum ersten Mal mussten wir mit Ohrreiniger dabei gehen, und ihm den Schmutz aus den Ohren fingern.

Der Junge muss gelitten haben. Im wahrsten Wortsinne wie ein Tier. Manchmal, wenn er sich schüttelte, fing er an zu jaulen. Man brauchte ihn nur leicht zu berühren mit dem Körper, und es ging wieder los.

Wenn ich ihm die Ohren gereinigt habe, muss manch einer sicher gedacht haben, der hier zufällig vorbei lief, was für ein Tierquäler. So hat der Große gejault und gefiept.

14 Tage, drei Wochen habe ich es durchgehalten, weil ich dachte, das Problem vielleicht allein in den Griff zu bekommen. Aber das war leider ein Irrtum.

Nach drei Wochen ab zum Tierarzt

Letzten Montag dann ging es ab zum Tierarzt. Die Ärztin schaute sich die Tragödie mit dem Otoskop an. Als sie fertig war, klebte der ganze Rotz am Instrument. Er bekam Antibiotika, was ich eigentlich nicht so gerne verabreiche, weil es ja auch den Darm schädigt. Noch dazu Ohrreiniger, obwohl sie nicht sehen konnte, ob das Trommelfell perforiert ist. Denn wenn das der Fall gewesen wäre, hätte das Medikament nicht verabreicht werden dürfen und eine weitere Tablette für die nächsten 5 Tage.

Für Donnerstag bekamen wir einen neuen Termin, mit der Maßgabe, das man ihn Schlafen legen und die Ohren spülen wolle, würden die ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen.

Ich betete, das die Sache an ihm vorbei gehen würde. Nicht nur, weil er schon 13 1/2 ist, sondern weil das unsere Finanzen auch mal eben um runde 200 € erleichtert hätte. Aber eigentlich hätte ich ganz beruhigt sein müssen. Wusste ich doch aus der Vergangenheit, das die Dinge klappen.

Donnerstag war dann der nächste Termin, kurz geschaut und fertig waren wir. Nichts von wegen Narkose und Ohrenspülung.

Und die Geschichte hat sich jetzt weiter verbessert. Nur noch in sehr seltenen Momenten jault er kurz auf. Aber bei den geschädigten Ohren ja auch kein Wunder.

Behandlung mit Ohrreiniger und Antibiotika schlägt an

Wie kann es nun zu solchen Exkrementen in den Ohren kommen? Ich wusste mir keinen Rat. Schließlich wälzt er sich nicht im Dreck, ist auch nicht mehr häufig in der Hecke unterwegs.

Ich schrieb den Produzenten unseres Hundefutters an, für den ich ja auch arbeite. Der Chef ist Tierheilpraktiker und sollte einen Tipp geben können.

In der Mail schrieb ich, das wir ein bestimmtes Trockenfutter füttern – allerdings nur als Zugabe und das Feuchtfutter der Firma REICO.

Ein Mitarbeiter schrieb bzw. rief zurück, und empfahl mir, vom verwendeten Trockenfutter auf ein anderes TroFu umzusteigen, da in dem bisherigen Futter Getreidesporen enthalten seien, die für den Ohrschmutz verantwortlich wären. Aufgrund der nur sehr geringen Erwärmung während des Herstellungsprozesses würden diese nicht abgetötet.

Im empfohlenen Futter seien die nicht enthalten. Folglich sollte – wenn man richtig liegt – diese Story ein Ende haben.

Futterwechsel nicht nur für Rasko hoffentlich eine Verbesserung

Und wenn wir Glück haben, dann haben wir mit dem neuen Futter von REICO gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn Rica konnten wir das bisherige Trockenfutter nicht mehr füttern, da sie es umgehend wieder rückwärts aß.

Jetzt hat sie sich – wahrscheinlich nicht zu knapp – mal selbst bedient, und das Futter bislang drin behalten.

Wahrscheinlich hat sie also eine Getreideallergie, was wir nicht in Erwägung gezogen haben.

Mal schauen, wie sich die Sachen weiter entwickeln.

Über Marcus 21 Artikel
Seit über 20 Jahren begleiten mich Hunde. Zeit, Ihnen ein kleines Denkmal zu setzen und über das zu schreiben, was ich mit Ihnen erlebe. Wer mehr über mich wissen möchte, der findet mich u. a. auch auf google+

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