Ricas letzte Nacht zu Hause

Es ist Realität: Binnen zwei Monaten verlieren wir beide Hunde

Als wir unsere Rica gestern zur Untersuchung zum Tierarzt brachten, da haben wir es schon geahnt. Als die ersten Untersuchungen durchgeführt waren, war es eine Vermutung nah an der 100 %en Realität und heute ist es Tatsache:

Rica ist nicht mehr zu retten… Keine OP, keine Pillen oder was auch immer werden ihr mehr helfen können.

Als mich – anders als eigentlich vereinbart – die Tierklinik heute kurz nach 11 h angerufen hat, habe ich es geahnt: Es kommen schlechte Nachrichten auf mich zu. Und so war es auch.

Vom Krebs zerfressen

Doch statt von Krebs im Endstadium zum sprechen, war von einer stark veränderten Leber und ebenfalls stark veränderten Nieren die Rede. Letztere, so ergab die Ultraschall-Untersuchung, mit Zysten.

So werden wir morgen gegen 13 h nur zwei Monate und drei Tage nach Rasko auch unsere Hündin verlieren.

Eigentlich hatten wir uns schon darauf eingestellt, das sie heute noch die erlösende Spritze bekommt. Doch man hat sie noch einmal aus der Klinik nach Hause geschickt – warum auch immer. Das ist noch in Klärung. Denn ein Teilhaber der Klinik ist ein guter Bekannter. Und den habe ich per Facebook angeschrieben, ob es gängige Praxis ist, das man Tiere, denen man nicht mehr helfen kann, außer ihnen die erlösende Spritze zu geben, noch knapp 19 Stunden mehr oder minder leiden lässt.

Und es ist ja nicht nur das Tier, das leidet – uns geht es ja auch nicht anders.

Wie Rasko verdurstet sie vor einem vollen Wassereimer. Woran aber wohl mehr oder minder die Infusionen schuld sind wie ich vermute. Allerdings ist sie so schlau, sich dann hinzulegen.

Letzte Ruhestätte neben Rasko

Nichts desto trotz: Es sind Ricas letzte Stunden im Kreise unserer Familie. Es tut uns in der Seele weh, das eine so liebe Seele und ein so positiv verrücktes Tier es anscheinend nicht verdient hat, in Ruhe und Frieden einschlafen zu können.

Sie musste zu Beginn ihres Lebens auf den spanischen Straßen leiden und ums Überleben kämpfen, und nun muss sie gegen ihrer Schmerzen angehen. Fair ist wirklich was anderes.

Ich werde mich morgen mittag für ungefähr eine Stunde von der Arbeit entfernen um sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Denn Frauchen senior und junior werden das vermutlich nicht allein durchstehen. Herrchen senior wird nicht mit in die Klinik fahren. Er wird sich – wenn überhaupt – hier zuhause von ihr verabschieden.

Sie wird ihre letzte Ruhestätte bei uns auf dem Grundstück finden. Zwei Meter neben ihrem gehasst-liebten Gefährten Rasko. Da hat ein 1000 qm² großes Grundstück dann doch mal etwas gutes.

Über Marcus 21 Artikel
Seit über 20 Jahren begleiten mich Hunde. Zeit, Ihnen ein kleines Denkmal zu setzen und über das zu schreiben, was ich mit Ihnen erlebe. Wer mehr über mich wissen möchte, der findet mich u. a. auch auf google+

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